Finanzkrise Opel

Kritik an vorliegenden Opel-Übernahmeplänen Guttenberg verlangt mehr Sicherheiten für Staatsmittel

Stand: 24.05.2009 04:57 Uhr

Bundeswirtschaftsminister Karl-Thoeodor zu Guttenberg
galerie

Bundeswirtschaftsminister zu Guttenberg hält alle drei Übernahmeangebote für unzureichend.

Bundeswirtschaftsminister Karl-Theodor zu Guttenberg hält alle drei Angebote zur Übernahme von Opel bislang für unzureichend. Alleine der Umstand, dass drei Unternehmen Angebote vorgelegt hätten, bedeute noch nicht, dass eines davon auch "automatisch und zwingend" zum Tragen komme, sagte Guttenberg der "Bild am Sonntag". Zuvor müsse die Regierung Sicherheit dafür haben, dass die erheblichen Steuermittel, die dafür eingesetzt werden müssten, nicht verloren gingen. "Diese Sicherheit gewährleistet bislang aus meiner Sicht noch keines der drei Angebote in ausreichender Weise", sagte Guttenberg der Zeitung.

Als mögliche Konsequenz daraus brachte der Minister erneut "eine geordnete Insolvenz" ins Gespräch. Diese könnte Chancen für die Zukunft Opels eröffnen, sagte Guttenberg.

Fiat-Chef verspricht weitreichende Zugeständnisse

Fiat-Chef Sergio Marchionne sicherte den Beschäftigten für den Fall einer Opel-Übernahme durch Fiat weitgehende Garantien zu. Ebenfalls der "Bild am Sonntag" sagte der Fiat-Chef: "Im ungünstigsten Fall wären in Deutschland maximal 2000 Arbeitsplätze durch die Integration von Opel in ein schuldenfreies Gemeinschaftsunternehmen mit Fiat betroffen."

Nach seinen Worten bekennt sich Fiat zudem zu "allen in Deutschland geltenden arbeitsrechtlichen Bestimmungen, insbesondere zum Betriebsverfassungsgesetz und der Mitbestimmung." Nach Marchionnes Darstellung sind auch die rund vier Milliarden Euro Pensionsverpflichtungen in das Fiat-Konzept eingerechnet. Marchionne gab eine Garantie dafür, dass ein aus Fiat und GM Europe gebildetes Unternehmen in spätestens fünf Jahren die Staatsgarantien ablösen werde.

Opel-Werke in Deutschland
galerie

Opel-Werke in Deutschland

Darstellung: