Internationaler Vergleich Wie andere das Homeoffice regeln

Stand: 06.10.2020 14:18 Uhr

Österreich: Keine klaren Regelungen

Von Clemens Verenkotte, ARD-Studio Wien

In Österreich ist die Nachfrage nach Homeoffice sehr groß, doch mit den rechtlichen Rahmenbedingungen hinkt der Gesetzgeber hinterher. So hat die österreichische Bundesregierung Mitte September eine Arbeitsgruppe aus Arbeitsministerium, Gewerkschaften und Arbeitgebern einberufen, die im Frühjahr 2021 erste Ergebnisse vorlegen will.

Der Opposition im österreichischen Parlament geht das zu langsam. Es brauche dringend modernisierte Regelungen für Arbeit zu Hause, so die liberalen NEOS. Lösungen seien jetzt vonnöten, nicht erst im nächsten März. Bislang beruht die Möglichkeit in Österreich für Homeoffice auf Betriebsvereinbarungen und Dienstverträgen.

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Clemens Verenkotte, BR

Eine einheitliche Definition etwa, an welchem Ort die Arbeit als Homeoffice gilt, gibt es nicht. Für die Arbeiterkammer, in der alle angestellten Beschäftigten vertreten sind, müssen die Punkte Arbeitnehmerschutz, Unfallversicherung, Datenschutz und andere Kernthemen in dem neuen Gesetz festgelegt werden.

Während des ersten Lock Downs in Österreich im Frühjahr dieses Jahres arbeiteten 40 Prozent der Arbeitnehmer im Homeoffice. Jetzt, bei erneut deutlich steigenden Infektionszahlen, werben Bundeskanzler Sebastian Kurz und Vize-Kanzler Werner Kogler von den Grünen für mehr Homeoffice.

Über dieses Thema berichteten Deutschlandfunk am 05. Oktober 2020 um 23:20 Uhr und Deutschlandfunk Nova am 07. Oktober 2020 um 07:40 Uhr.

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