Rekorde bei S&P und Nasdaq Die Wall Street läuft sich warm

Stand: 13.04.2021 23:03 Uhr

Kurz vor Beginn der US-Berichtssaison scharren die Anleger in den USA deutlich mit den Hufen. Die Erwartungshaltung ist groß, es gab weitere Rekorde am Aktienmarkt.

Sowohl die Technologiebörse Nasdaq als auch der breit aufgestellte S&P-500-Index legten am Dienstag zu und markierten dabei weitere Rekorde. Lediglich der Leitindex Dow Jones konnte nicht mithalten, was größtenteils der schwachen Tagestendenz von Index-Schwergewicht Johnson & Johnson zu verdanken war. Er gab am Ende 0,2 Prozent nach und ging bei 13.677 Punkten aus dem Handel.

Grund für den Rückgang war, dass der Covid-Impfstoff von Johnson & Johnson von der US-Gesundheitsbehörde FDA wegen ungeklärter Thrombose-Fällen gestoppt wurde. Das bedeutet einen empfindlichen Rückschlag für die Impfkampagne des Landes, da der Wirkstoff - anders als die Präparate etwa von Pfizer/Biontech und Moderna - nur einmal und nicht zweimal verabreicht werden muss. Auch der Impfstart in Europa wird nun verschoben. Die J&J-Aktie, lange Zeit größter Verlierer im Dow, grenzte die Verluste im Verlauf aber noch ein und verlor letztlich 1,3 Prozent auf 159,48 Dollar.

Tech-Aktien wieder auf Rekordkurs - Nasdaq über 14.000 Punkte

Viel besser lief es dafür an der Technologiebörse Nasdaq, die im Handelsverlauf erstmals über 14.000 Punkte stieg. Der Composite-Index schloss am Ende gut ein Prozent höher und mit 13.996 Punkten knapp darunter. Die Bestmarke lag bei 14.002 Zählern. Der Auswahlindex Nasdaq 100 rückte um 1,2 Prozent auf 13.986 Zähler vor und markierte dabei bei 14.011 Punkten sein Rekordhoch. Der marktbreite S&P-500-Index, in dem sowohl Standard- als auch Technologieaktien enthalten sind, stieg ebenfalls, allerdings mit 0,3 Prozent etwas moderater auf 4141 Punkte. Er markierte aber ebenfalls ein Rekordhoch bei 4148 Punkten.

In New York brachten sich die Anleger vor dem beginnenden Zahlenreigen damit eindrucksvoll in Stellung, lediglich die Impfaussetzung dämpfte letztlich die Euphorie etwas. Unter anderem die Großbanken JPMorgan Chase und Goldman Sachs legen am Mittwoch ihre Geschäftszahlen vor. Anleger werden genau hinschauen, ob die Zahlen und Ausblicke der Unternehmen die hohen Bewertungen am Aktienmarkt rechtfertigen.

US-Inflation auf dem Vormarsch

Die Preise in den USA sind derweil so stark gestiegen wie seit einem Jahr nicht mehr. Sie kletterten im März um 0,6 Prozent zum Vormonat, wie das Arbeitsministerium in Washington am Dienstag mitteilte. Das ist das größte Plus seit August 2012. Im Jahresvergleich lag das Plus bei 2,6 Prozent, erwartet worden war ein Anstieg von 2,5 Prozent.

"Es gab ein gewisses Maß an Angst, dass die Zahlen enorm sein würden", sagte Thomas Hayes von Great Hill Capital in New York. Die Hoffnung, dass der Inflationsanstieg nur vorübergehend sein wird, hatte zuletzt allerdings die Furcht vor steigenden Zinsen abgeschwächt und die Nachfrage nach Technologiewerten wieder angefacht.

US-Notenbank wartet vorerst ab

Experten halten es für möglich, dass die Inflationsrate in den kommenden Monaten über die Marke von drei Prozent klettert. Ein Grund dafür ist auch ein statistischer Effekt: Vor einem Jahr lagen die Preise wegen der Corona-Rezession niedrig. "Vielerorts ruft diese Entwicklung Sorgen hervor", sagte der Chefvolkswirt der VP Bank, Thomas Gitzel. "Die Furcht ist, dass nun aufgrund der fiskalischen und geldpolitischen Hilfen ein Inflationsdamm gebrochen ist."

Die US-Notenbank hat zuletzt allerdings immer wieder signalisiert, dass sie bereit sei, temporär höhere Inflationsraten zu dulden, um insbesondere den Arbeitsmarkt wieder anzukurbeln. Sie unterstützt die von der Corona-Krise getroffene Wirtschaft mit monatlichen Geldspritzen von 120 Milliarden Dollar, was zur Inflation beitragen kann.

Inflationär wirkt laut Lehrbuch auch das von der Regierung (auf Pump) auf den Weg gebrachte billionenschwere Konjunkturprogramm. Die Märkte reagieren heute allerdings gelassen, die Rendite zehnjähriger Staatsanleihen fällt zurück auf derzeit 1,65 Prozent.

Der Dollar schwächelt

Der Euro legte bei volatilem Handel nach den US-Inflationsdaten weiter zu bis auf gut 1,1942 Dollar, am späten Abend wird er sogar noch etwas höher bei 1,1949 Dollar gehandelt. Nicht zuletzt die abwartende Haltung der Fed schwächt derzeit den Greenback, obwohl das Inflationsziel der Notenbank von zwei Prozent erstmals seit Februar 2020 überschritten wurde. Die Europäische Zentralbank (EZB) setzte den Referenzkurs auf 1,1896 (Montag: 1,1904) Dollar fest.

DAX behauptet sich auf hohem Niveau

Der deutsche Aktienmarkt präsentierte sich am Dienstag ausgesprochen robust. Selbst schwächere Konjunkturdaten, dazu die Aussicht auf einen flächendeckenden bundesweiten Lockdown, bringen die Anleger nicht aus dem Tritt. Zu stark ist weiterhin die Aussicht auf eine kräftige wirtschaftliche Erholung nach der Überwindung der Corona-Krise, bei der kein Anleger zu spät kommen will.

Konkret legte der DAX moderat um 0,13 Prozent zu und schloss bei 15.234 Punkten. Der Index bleibt damit auf höchstem Niveau und in der Nähe seiner Bestmarke bei 15.311 Punkten. Das Tageshoch lag bei 15.281, das Tief bei 15.184 Zählern.

Im Fokus steht primär die morgen beginnende US-Berichtssaison für das erste Quartal, von der sich die Investoren Aufschluss über die Gewinnentwicklung im Unternehmenssektor erhoffen. Auch wenn die Zahlen in den USA traditionell früher veröffentlicht werden als hierzulande, wird der Verlauf auch auf die europäischen Märkte große Auswirkungen haben.

Risiko Ukraine

Allerdings dürfte wohl kaum ein Anleger die jüngste Zuspitzung des Konfliktes zwischen Russland und der Ukraine auf dem Zettel haben. Geostrategische Risiken sind stets unberechenbar und können sehr schnell für volatile Kursbewegungen sorgen. Aktuell haben die USA und die NATO der Ukraine Unterstützung zugesagt angesichts des umfangreichen russischen Truppenaufmarsches an der Grenze des Landes.

Präsident Joe Biden hat am Abend dem russischen Präsidenten Putin allerdings ein Gipfeltreffen in einem neutralen Drittstaat vorgeschlagen, um gegenseitige Probleme der beiden Länder zu erörtern.

SAP hebt Prognose an

Am späten Abend legte überraschend noch DAX-Mitglied SAP vorläufige Ergebnisse für das erste Quartal vor. Der Walldorfer Software-Konzern hob dabei seinen Ausblick für das Gesamtjahr an. Die Cloud- und Softwareerlöse dürften 2021 währungsbereinigt bei 23,4 bis 23,8 Milliarden Euro landen, teilte das Unternehmen am späten Dienstagabend mit. Zuvor hatte SAP hier mit 23,3 bis 23,8 Milliarden Euro gerechnet. Experten waren bisher von einem Erreichen des unteren Spannenendes ausgegangen. Das Betriebsergebnis soll bei 7,8 bis 8,2 Milliarden Euro liegen.

Im ersten Quartal waren die Cloud- und Softwareerlöse um 6 Prozent zum entsprechenden Vorjahreszeitraum auf 5,43 Milliarden Euro gestiegen. Das Betriebsergebnis hatte um 24 Prozent auf 1,74 Milliarden Euro zugelegt. Analysten hatten jeweils mit weniger gerechnet. Die SAP-Aktie war am Dienstag bei 112,34 Euro aus dem Xetra-Handel gegangen, ein Aufschlag von 0,57 Prozent.

ZEW-Index unter Erwartungen

Abseits der Politik haben sich die heimischen Anleger heute auch durch schwächere ZEW-Konjunkturerwartungen nicht aus der Ruhe bringen lassen. Diese haben sich im April überraschend eingetrübt. Das Stimmungsbarometer fiel gegenüber dem Vormonat um 5,9 Punkte auf 70,7 Punkte, wie das Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) am Vormittag in Mannheim mitteilte. Analysten hatten hingegen mit einem Anstieg auf 79,0 Punkte gerechnet.

Dies ist der erste Rückgang seit November 2020. "Die Befürchtung, dass es zu einem verschärften Lockdown kommen könnte, lässt die Erwartungen für den privaten Konsum zurückgehen", sagte ZEW-Präsident Achim Wambach. Die Exportaussichten würden jedoch besser eingeschätzt als im Vormonat.

Öl profitiert von China-Daten

Robuste Handelsdaten aus China treiben den Ölpreis. Die chinesischen Exporte sind im März im Vergleich zum Vorjahresmonat um 30,6 Prozent gestiegen. "Die Daten deuten auf eine inländische Wiederbelebung hin, die eine gute Nachricht für die Benzinnachfrage sein könnte, deshalb haben sich die Ölpreise nach der Veröffentlichung nach oben bewegt", so Stephen Innes, Stratege bei Axi.

Das Ölkartell Opec erhöhte derweil die Prognose für die weltweite Ölnachfrage in diesem Jahr um 190.000 Barrel (je 159 Liter) pro Tag, wie aus dem am Dienstag in Wien veröffentlichten Monatsbericht der Opec hervorgeht. Das Kartell geht damit im Vergleich zum Jahr 2020, das stark von der Corona-Krise geprägt war, von einem Anstieg der Nachfrage um etwa 6 Millionen Barrel aus. Der Goldpreis hat derweil am Nachmittag aufgeholt auf 1745 Dollar je Feinunze, ein plus von rund 0,7 Prozent.

Rekordhoch beim Bitcoin

Die Kryptowährung baute heute ihre Gewinne stetig aus und erklimmt immer neue Rekordhöhen. Die Cyber-Devise verteuert sich zwischenzeitlich um über sechs Prozent auf etwas über 63.500 Dollar, ehe es danach wieder etwas abwärts ging. "Das Aufdrehen des Geldhahns der Notenbanken dies- und jenseits des Großen Teichs wirkt als Katalysator für steigende Bitcoin-Kurse", sagte Analyst Timo Emden von Emden Research. Auch der anstehende Börsengang der Krypto-Börse Coinbase sei ein Treiber. "Damit kommen Kryptowährungen auch verstärkt in der Aktienwelt an."

Coinbase will am Mittwoch über eine Direktplatzierung an die US-Technologiebörse Nasdaq gehen. Die in San Francisco ansässige Coinbase wurde 2012 gegründet und wird nach eigenen Angaben von mehr als 43 Millionen Menschen in über 100 Ländern genutzt.

Covestro hebt Gewinnprognose an

Der Kunststoffkonzern Covestro traut sich 2021 eine noch stärkere Gewinnerholung als bislang zu. Konzernchef Markus Steilemann kalkuliert laut einer Mitteilung vom Dienstagabend für das laufende Jahr mit einem Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) von 2,2 bis 2,7 Milliarden Euro. Bislang hatte der Manager zwischen 1,7 und 2,2 Milliarden Euro in Aussicht gestellt.

Der auch für die Dividende wichtige freie operative Mittelzufluss wird nun zwischen 1,3 und 1,8 Milliarden Euro erwartet nach bislang angepeilten bis zu 1,4 Milliarden Euro. Die Anleger nahmen die Nachricht positiv auf. Die Aktien stiegen am Abend auf der Handelsplattform Tradegate im Vergleich zum Xetra-Schluss.

Im ersten Quartal erzielte der Leverkusener DAX-Konzern laut vorläufiger Zahlen ein operatives Ergebnis von 743 Millionen Euro. Im zweiten Jahresviertel sollen es 730 bis 870 Millionen Euro werden. Die endgültigen Zahlen für das erste Quartal wird Covestro am 28. April vorlegen.

VW hat einen Tarifvertrag

Die rund 120.000 Beschäftigten von Volkswagen erhalten ab Januar 2,3 Prozent mehr Lohn und Gehalt. Der Autobauer einigte sich mit der IG Metall auf einen entsprechenden Tarifvertrag. Die Vereinbarung hat eine Laufzeit von 23 Monaten und sieht für das laufende Jahr zudem eine einmalige Corona-Beihilfe von 1000 Euro sowie 150 Euro zusätzlich für die Altersversorgung vor. Dazu kommt, dass sich VW von einer leistungsorientierten Bezahlung der Tarifbeschäftigten verabschiedet. Die VW-Aktie reagiert am Mittag mit leichten Kursaufschlägen.

Symrise profitiert von Givaudan

Der Schweizer Aromenhersteller Givaudan hat im ersten Quartal die Erlöse um 7,7 Prozent gesteigert. Die Erwartungen der Analysten wurden damit deutlich übertroffen. Mit einem Kursplus von knapp dreieinhalb Prozent auf 3889 Franken erreichten die Aktien des Herstellers von Duft- und Geschmacksstoffen nicht nur ein Hoch seit November. Auch Aktien des deutschen Konkurrenten Symrise verteuerten sich am Dienstag. Ein Händler verspricht sich von dem MDAX-Unternehmen für das erste Quartal ein ähnlich hohes Umsatzwachstum.

Kampfabstimmung auf der Aareal-HV bahnt sich an

Der Aareal-Bank-Großaktionär Petrus Advisers bringt sich für eine Kampfabstimmung auf der Hauptversammlung in Stellung. Der aktivistische Investor, der knapp zehn Prozent an dem Wiesbadener Immobilienfinanzierer hält, will bei dem Treffen am 18. Mai drei neue Mitglieder in den Aufsichtsrat wählen lassen, wie aus dem Ergänzungsverlangen für die Tagesordnung der Hauptversammlung hervorgeht.

Die Vorsitzende des Gremiums, Marija Korsch, solle ersetzt werden durch den ehemaligen UniCredit-Manager Theodor Heinz Laber, erklärte Petrus. Zudem schlägt der Hedgefonds die Österreicherin Marion Khüny vor, die im Aufsichtsrat der Erste Group sitzt und früher bei der Commerzbank beschäftigt war, sowie den ehemaligen Zurich und Swiss-Re-Manager Thomas Christian Hürlimann. Das Institut hatte vergangene Woche auf die Kritik von Petrus an der Aufsichtsratsvorsitzenden reagiert und erklärt, Korsch sehe keinen Grund, ihr Mandat niederzulegen. Ihr Vertrag läuft noch bis 2023.

Leoni beflügelt

Zwischenzeitlich um bis zu zehn Prozent geht es mit den Aktien des Autozulieferers nach oben. Am Abend wurde bekannt, dass der österreichische Unternehmer Stefan Pierer seine Beteiligung an dem Unternehmen auf mehr als 15 von zuletzt zehn Prozent aufgestockt hat. Man wolle damit "zum Ausdruck bringen, dass Pierer Industrie den vom Management der Leoni AG eingeschlagenen Kurs (...) der Fokussierung auf das Bordnetz-Geschäft unterstützt", hieß es in der Mitteilung.

Dermapharm wächst dank BioNTech

Der Arzneimittelhersteller Dermapharm geht auch wegen der Kooperation mit dem Corona-Impfstoffhersteller BioNTech von weiter deutlichem Wachstum aus. Der Umsatz soll in diesem Jahr um 24 bis 26 Prozent steigen und das operative Ergebnis (Ebitda) um 45 bis 50 Prozent. "Bereits seit Anfang Oktober 2020 haben wir mit der Herstellung des Impfstoffes Comirnaty in Brehna begonnen und werden darüber hinaus ab Anfang Mai am Produktionsstandort der Allergopharma in Reinbek die Impfstoffproduktion aufnehmen", erklärte Firmenchef Hans-Georg Feldmeier. Damit werde ein "wertvoller" Beitrag zur Bekämpfung der Covid-19-Pandemie geleistet.

Lieferando-Mutter im Corona-Boom

Der Lieferando-Eigner Just Eat Takeaway.com kommt in der Corona-Krise auf immer mehr Bestellungen. Die Zahl der Order stieg im ersten Quartal um 79 Prozent auf 200 Millionen, wie das Unternehmen mitteilte. Das Bruttowarenvolumen - der Wert aller verkauften Waren - kletterte um 89 Prozent auf 4,5 Milliarden Euro. Seit der knapp eine Milliarde Euro schweren Übernahme des Deutschlandgeschäfts von Delivery Hero mit inzwischen verschwundenen Marken wie Lieferheld, pizza.de und Foodora sind die Niederländer in der Bundesrepublik Marktführer.

Air France-KLM bekommt Staatshilfe

Frankreich greift der kriselnden Fluggesellschaft unter die Arme. Im Rahmen einer rund eine Milliarde Euro schweren Kapitalerhöhung stockt die Regierung in Paris ihren Anteil an Air France-KLM auf knapp 30 Prozent von derzeit 14,3 Prozent auf. Die Niederlande, die 14 Prozent des Aktienkapitals besitzen, wollen sich dagegen nicht an der Kapitalmaßnahme beteiligen. Zahlreiche Staaten hatten sich in der Corona-Krise, die zu einem dramatischen Einbruch des Flugverkehrs führte, wieder stärker an ihren in der Vergangenheit privatisierten Fluggesellschaften beteiligt, um diese vor dem Aus am Markt und dem Verlust der Arbeitsplätze zu retten.

LVMH mit überraschen gutem Jahresstart

Der französische Luxusgüterkonzern LVMH hat sich im ersten Quartal überraschend stark von der Corona-Krise erholt. Eine starke Nachfrage nach Mode, Lederwaren, Uhren und Schmuck trieb den Umsatz im Jahresvergleich um fast ein Drittel auf knapp 14 Milliarden Euro nach oben, wie das Unternehmen mit Marken wie Moët Hennessy und Louis Vuitton am Dienstagabend in Paris mitteilte.

Analysten hatten im Schnitt mit weniger als 13 Milliarden Euro gerechnet, nachdem der Ausbruch der Pandemie die Geschäfte des Konzerns ein Jahr zuvor auf 10,6 Milliarden Euro hatte einbrechen lassen. Auf vergleichbarer Basis und bei stabilen Währungskursen legte der Umsatz nun um 30 Prozent zu. Damit lief es für LVMH auch besser als vor der Krise: Im Vergleich zum ersten Quartal 2019 belief sich der Zuwachs auf acht Prozent.

Apple lädt am 20. April ein

Der US-Technologiekonzern dürfte seine neuen iPad-Pro-Modelle vermutlich am 20. April vorstellen. Zumindest lud Apple am Dienstag für diesen Termin zu einer Online-Veranstaltung ein, die von seiner Zentrale in Cupertino im Bundesstaat Kalifornien im Internet übertragen werden soll. Details dazu nannte das Unternehmen wie so häufig vor der Präsentation neuer Produkte nicht. Apple stellt gewöhnlich seine neuen iPhones, iPads und Watches im September vor. Die auch im Dow Jones enthaltene Apple-Aktie stieg um 2,4 Prozent.

Boeing erhält mehr Bestellungen

Der Airbus-Rivale hat den zweiten Monat in Folge mehr Bestellungen erhalten. Im März bestellten Fluggesellschaften 196 Maschinen, alle aus der 737-er Familie, wie das Unternehmen mitteilte. Bereinigt um Stornierungen blieben 40 zusätzliche Aufträge in den Büchern stehen. Im gesamten ersten Quartal gingen netto 69 Aufträge ein. Der US-Konzern lieferte mit 77 Maschinen zudem 27 mehr aus als vor einem Jahr. Er schlägt sich damit besser als Airbus, der unter dem Strich 61 Bestellungen weniger erhalten hatte als vor Jahresfrist. Die im Leitindex Dow Jones enthaltene Boeing-Aktie legte zu.

Fahrdienstvermittler Grab will an die Nasdaq

Der in Südostasien starke Fahrdienstvermittler Grab peilt einen Börsengang in New York an. Das Unternehmen aus Singapur will über die Fusion mit einer sogenannten Special Purpose Acquisition Company - kurz SPAC - auf kurzem Wege durch die Hintertür an die Nasdaq, wie es am Dienstag mitteilte. Uber-Rivale Grab wird bei dem Deal mit dem Tech-Investor Altimeter, der dem Konzern über vier Milliarden US-Dollar an frischen Mitteln erlösen soll, nach eigenen Angaben mit 39,6 Milliarden Dollar (33,3 Mrd Euro) bewertet und strebt damit den bislang größten SPAC-Börsengang überhaupt an.

Über dieses Thema berichtete Deutschlandfunk am 13. April 2021 um 07:35 Uhr.

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