
Chinas Geldadel Superreich trotz Corona
Stand: 20.10.2020 13:29 Uhr
Noch nie zuvor sind Chinas Superreiche so schnell so viel reicher geworden wie im Corona-Jahr. Das zeigt der Hurun-Report - die jährlich erscheinende Liste des chinesischen Geldadels.
Von Astrid Freyeisen, ARD-Studio Peking
Seit 22 Jahren kommt jährlich der sogenannte Hurun-Report heraus: eine Bilanz über die Entwicklung des Reichtums in China. Nicht ermittelt von staatlichen Stellen, sondern von dem lange in China lebenden Briten Rupert Hoogewerf. Wer die Reichsten der Reichen in China diesmal sind, ist nicht das Bemerkenswerte - sondern vielmehr, dass Corona den Geldadel der Volksrepublik offenbar überhaupt nicht beeinträchtigt hat. Ganz im Gegenteil.
Fünf neue Milliardäre - pro Woche
Der Reichtum der 878 Dollar-Milliardäre in China stieg um anderthalb Billionen Dollar. Jede Woche kamen fünf neue Milliardäre hinzu. Einen solchen Zuwachs habe die Welt noch nicht gesehen, sagte Hoogewerf, der die Hurun-Liste erstellt. An der Spitze steht wieder einmal mit 59 Milliarden Dollar Jack Ma, Gründer des E-Comerce-Giganten Alibaba. Digital boomt weiter in China: Das Vermögen von Online-Spiel-König Pony Ma auf Platz zwei hat sich im Corona-Jahr sogar um die Hälfte vergrößert.
Essen macht reich
Dahinter folgt aber Zhong Shanshan, dessen bekanntestes Produkt das Mineralwasser Nongfu Spring ist. Denn Essen ist derzeit ungewöhnlich gewinnbringend: Aus der Soja-Saucen-Firma Haitian schaffen es sogar 27 Manager auf die Liste. Der König der Lieferdienste für Lebensmittel Wang Xing vervierfacht sein Vermögen.
Auch Produzenten von Elektronikteilen und E-Autos werden reicher. Große Gewinner von Corona sind auch die Arzneimittel-Hersteller und die Anbieter von Video-Plattformen. Mit dabei ist auch Eric Yuan Zheng von Zoom aus Kalifornien, aber auch Manager von nur in China bekannten Plattformen für das Training von Staatsbeamten und Schülern.
Trotz Corona: neuer Rekord an Superreichen in China
Astrid Freyeisen, BR
20.10.2020 13:30 Uhr
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