Snowboarderin Ramona Hofmeister | Bildquelle: imago images/GEPA pictures

Snowboard-WM in Rogla Silber und Bronze für Hofmeister und Jörg

Stand: 02.03.2021 16:00 Uhr

Deutschlands Snowboarderinnen sorgen auch am zweiten Tag der WM in Rogla für Edelmetall: Im Parallelslalom gewann Ramona Hofmeister Silber, Riesenslalom-Weltmeisterin Selina Jörg fuhr zu WM-Bronze. Der Titel ging an ein 17-jähriges Ausnahmetalent aus Russland.

Auch Tag zwei bei den Weltmeisterschaften den Alpin-Snowboarder im slowenischen Rogla begann mit einer dicken Überraschung. Julie Zogg, die Titelverteidigerin aus der Schweiz, scheiterte schon im Achtelfinale an Claudia Riegler aus Österreich.

Snowboarderinnen gewinnen Silber und Bronze
Snowboarderinnen gewinnen Silber und Bronze

Der Weg war frei für eine neue Weltmeisterin - und ein deutsches Trio gab sich zunächst keine Blöße. Riesenslalom-Weltmeisterin Selina Jörg, Ramona Hofmeister und Cheyenne Loch zogen nach starken Zeiten in der Qualifikation locker bis ins Viertelfinale.

Nur Carolin Langenhorst schied wie schon am Vortag im Achtelfinale aus. Riesenslalom-Bronzegewinnerin Julia Dujmovits war 19 Hundertstel schneller.

Loch scheitert überraschend an Kanadierin Farrell

Im Viertelfinale musste sich dann auch Cheyenne Loch gegen die überraschend starke Kanadierin Megan Farrell, nur Siebzehnte im Parallelslalom-Weltcup, verabschieden. Dafür fuhren Jörg und Hofmeister souverän ins Halbfinale. Riesenslalom-Vizeweltmeisterin Sofia Nadyrschina komplettierte das Quartett, das um drei Medaillen fuhr.

Weltmeisterin Jörg von Nadyrschina geschlagen

Nadyrschina revanchierte sich für ihre Finalniederlage am Vortag - Weltmeisterin Jörg musste sich diesmal mit dem kleinen Finale begnügen. Ramona Hofmeister gewann dagegen souverän ihren Halbfinallauf gegen Farrell - mindestens Silber war dem deutschen Team dann sicher.

Und zunächst sorgte Selina Jörg dafür, dass auch noch Bronze dazukam. Die Riesenslalom-Weltmeisterin musste gegen Farrell zwar alles aufbieten, sicherte sich aber mit knappen acht Hundertsteln Vorsprung Platz drei und ihre zweite Medaille bei dieser WM.

Hofmeisters Fehler ebnet Nadyrschina den Weg zum Titel

Im Finale dann der Showdown zwischen Hofmeister und Nadyrschina - mit dem besseren Ausgang für die Russin. Ein weiter Ausritt von Hofmeister verhinderte mehr. Gold ging an die erst 17-jährige Russin Nadyrschina, die den bisher größten Triumph ihrer Karriere feiert. Hofmeister fährt mit Silber nach Hause. Auch für sie ist es der bisher größte Erfolg bei einer WM. Vor zwei Jahren in Park City hatte Hofmeister Bronze gewonnen.

"Mir fallen so viele Steine vom Herzen. Glücklicher könnte ich gar nicht sein", sagte Hofmeister in einer ersten Reaktion. Er ziehe ein "absolut positives Resümee. Drei Medaillen - ich bin sehr zufrieden", bilanzierte Andreas Scheid, Sportdirektor von Snowboard Germany, die zwei WM-Tage.

WM-Rennen wieder ohne Olympiasiegerin Ledecka

Olympiasiegerin Ester Ledecka aus Tschechien hatte wie schon am Vortag wegen ihrer Rückenprobleme auf einen Start verzichtet.

Deutsche Männer enttäuschen erneut

Die deutschen Männer erlebten auch am zweiten Tag der WM einen Wettkampf zum Vergessen. Wieder scheiterten Stefan Baumeister, Elias Huber und Ole Mikkel Prantl bereits in der Qualifikation. Die Finalläufe der besten 16 fanden erneut ohne Beteiligung von "Snowboard Germany" statt. Vor zwei Jahren in Park City hatte Baumeister noch zwei Mal Bronze gewonnen.

Österreicher Benjamin Karl neuer Weltmeister

In einem rein österreichischen Finale sicherte sich Benjamin Karl den Titel vor seinem Landsmann Andreas Promegger. Bronze ging an den russischen Riesenslalom-Weltmeister und Titelverteidiger Dmitri Loginow.

Über dieses Thema berichtete B5 aktuell am 02. März 2021 um 16:54 Uhr.

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