Bildergalerie: UNICEF-Foto des Jahres 2020

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UNICEF-Foto des Jahres 2020

UNICEF-Foto des Jahres 2020

Gewinner des ersten Preises des UNICEF-Fotos des Jahres 2020 ist der griechische Fotograf Angelos Tzortzinis - für eine Aufnahme aus dem Flüchtlingslager Moria auf Lesbos. Im September zerstörte ein Feuer die Unterkünfte von 13.000 Menschen. Das Foto zeige alles gleichzeitig: Flucht und Tapferkeit, Fassungslosigkeit und Hilfsbereitschaft, hieß es in der Begründung der Kinderhilfsorganisation. | Bildquelle: Angelos Tzortzinis / AFP

UNICEF-Foto des Jahres 2020

Gewinner des ersten Preises des UNICEF-Fotos des Jahres 2020 ist der griechische Fotograf Angelos Tzortzinis - für eine Aufnahme aus dem Flüchtlingslager Moria auf Lesbos. Im September zerstörte ein Feuer die Unterkünfte von 13.000 Menschen. Das Foto zeige alles gleichzeitig: Flucht und Tapferkeit, Fassungslosigkeit und Hilfsbereitschaft, hieß es in der Begründung der Kinderhilfsorganisation.

Zwei Kinder auf den Kohlefeldern

Platz zwei: Die Kohlefelder von Jharia im indischen Bundesstaat Jharkhand gehören zu den größten in ganz Asien. Hier arbeiten auch Kinder. Der indische Fotograf Supratim Bhattacharjee habe in den Gesichtern dieser Kinder ihr ganzes Elend eingefangen, so die Jury. Das Bild wirke wie aus einer Szene eines dystopischen Films.

Mädchen in einer Ballettschule

Platz drei geht an "Das Favela-Ballett" von Evgeny Makarov: Eine Gruppe von Mitgliedern der besten Tanz-Akademien Brasiliens hat in der Favela Manguinhos in Rio de Janeiro eine Ballettschule eröffnet. 250 Mädchen und junge Frauen soll sie den Weg aus der täglichen Misere zeigen.

Ein Mädchen hat die Hände ausgestreckt und lacht - im Hintergrund zwei Kinder im Rollstuhl

Mehrere Bilder wurden in der Rubrik "Ehrenvolle Erwähnung" ausgezeichnet. Der syrische Fotograf Anas Alkharboutli dokumentierte eine Karateschule im Dorf Aljiina, in der Nähe der syrischen Stadt Aleppo. Das Besondere an der Karate-Schule: Hier werden Mädchen und Jungen mit und ohne Behinderung gemeinsam unterrichtet.

Kinder und Jugendliche turnen an öffentlichen Geräten.

Der italienische Fotograf Daniele Vita zeigt das Leben von Kindern und Jugendlichen in Catania, Sizilien. In den "sozialen Brennpunkten" dieser Stadt sind die Schulabschlussraten gering, die Kriminalitätsrate ist hoch. Von Diebstahl und Drogen-Dealerei leben hier viele Jugendliche. Sie unterstützen damit ihre Mütter, wenn die Väter "attaccato" sind, also im Gefängnis sitzen.

Kinder Nenzen im Schnee

Fotografin Elena Chernyshov hat die Kinder der Nenzen, eines indigenen Volkes auf russischem Territorium, begleitet. Sie wachsen in großer Freiheit als Nomaden im äußersten Nordwesten Russlands auf - ohne Heizung und Elektrizität. Wenn sie sieben Jahre alt sind, kommen sie für neun Monate im Jahr in eine zentrale Schule in der Stadt.

Kinder und Erwachsene mit Drachen auf einem Dach in Teheran

Die weltweite Corona-Pandemie hat fatale Auswirkungen auch auf Abermillionen Kinder - besonders in ärmeren Ländern, wo Abstandsregeln illusorisch und Schutzmasken Luxus sind. In der iranischen Hauptstadt Teheran hat der Fotograf Erfan Kouchari etwas freundlichere Szenen von einem Land in Corona-Zeiten eingefangen.

Ein Junge im Krankenhaus

Der Fotograf Hamed Malekpour erzählt eine der vielen Geschichten hinter den Transplantationen und dem Warten auf ein Spenderorgan im Iran: Es ist die von Sajjad Darwishal. Mit neun Jahren wurde er tödlich verletzt und seine Eltern beschlossen, einige seiner Organe zur Spende freizugeben. Das Foto zeigt einen Jungen, der das Herz von Sajjad erhielt. Der 10-Jährige litt seit vier Jahren an einer Erkrankung der Arterien, mit dem Effekt einer lebensgefährlichen Herzmuskelerkrankung.

Kinder auf einem Lastwagen

Seit 2016 fliehen Menschen aus dem Krisenstaat Venezuela ins benachbarte Kolumbien. Der Flüchtlingsstrom ist schätzungsweise auf 1,7 Millionen gewachsen, darunter sind 430.000 Kinder und Jugendliche. Sie begeben sich auf abenteuerliche Wege zu Fuß. Manche schaffen die Reise auf einem Lastwagen. Eine solche Szene hat der in Kolumbien lebende italienische Fotograf Nicoló Filippo Rosso festgehalten: einen Kindertransport in einem Truck, der sonst Kohle befördert.

Ein schlafendes und ein sitzendes Kind auf einer Straße in Dhaka in der Nacht

In Dhaka, der Hauptstadt von Bangladesch, leben Kinder Tag und Nacht auf Bürgersteigen, schlafen auf Bänken, Pappen und Bambusmatten. Der Fotograf Sumon Yusuf ist durch die nächtlichen Straßen der 20-Millionen-Einwohnerstadt gestreift, um zu dokumentieren, was er "sleeping beauty" nennt (schlafende Schönheit). Hinter dem poetischen Titel steht Yusufs Appell, sich die Würde und Tapferkeit der Kinder in der Gosse bewusst zu machen.

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