Kommentar

Bidens Präsidentschaft Trump wird Biden im Nacken sitzen

Stand: 20.01.2021 21:38 Uhr

Trumps Präsidentschaft mag besiegelt sein, doch er wird auf Rache sinnen. Biden muss den Mut aufbringen, Trump für seine Angriffe auf die Demokratie zur Rechenschaft zu ziehen.

Ein Kommentar von Stefan Niemann, NDR

Was für ein Tag: Einer der größten Hochstapler der Weltgeschichte muss das Weiße Haus räumen. Die unrühmliche Amtszeit eines unmöglichen Präsidenten ist endlich vorbei! Donald Trump geht als schlechter Verlierer, verweigert seinem Nachfolger den so wichtigen Moment einer friedlichen Übergabe. Bis zum Schluss tritt der Egomane Amerikas Demokratie mit Füßen.

Die Meinung von Stefan Niemann, über den alten und neuen US-Präsidenten
tagesthemen 22:15 Uhr, 20.01.2021

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Und Trump wäre nicht Trump, hätte er beim Abschied nicht ein Comeback versprochen. In den Ohren vieler klingt das wie eine Drohung. Impeachment hin oder her - in der Versenkung wird dieser Mann gewiss nicht freiwillig verschwinden.

Bidens Herkulesaufgabe

Und das dürfte zur schwersten Bürde für Joe Biden werden. Der feierlich vereidigte 46. US-Präsident übernimmt nicht nur ein aufgewühltes, heillos zerstrittenes und zutiefst verunsichertes Land. Die Corona-Pandemie mit mehr als 400.000 Toten, Millionen Trump-Wähler, die das Märchen vom Wahlbetrug glauben, dazu die Trümmertruppe der einst stolzen Republikaner, mit denen heute wahrlich kein Staat mehr zu machen ist.

Schon das wäre eine Herkulesaufgabe für den 78-Jährigen, all diese Wunden zu heilen. Doch bei all dem wird dem neuen Präsidenten weiterhin der Abgewählte im Nacken sitzen: Trump sinnt auf Rache, ob als populistischer Einpeitscher mit eigenem TV-Kanal oder als Führer einer neu gegründeten rechten Partei.

Trump nicht verschonen

Wenn Präsident Biden und seine Vizepräsidentin Kamala Harris das Land vom nationalistischen Spuk der vergangenen vier Jahre befreien wollen, dürfen sie Trump nun nicht verschonen. Für seine Angriffe auf die Demokratie muss der Ex-Präsident zur Rechenschaft gezogen werden. Hoffentlich findet sein Nachfolger trotz drohender Wut der Trump-Anhänger den Mut dazu. Ab morgen im Weißen Haus.

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