Coronavirus in Deutschland Sieben-Tage-Inzidenz steigt auf 140,9

Stand: 13.04.2021 07:37 Uhr

Das Robert Koch-Institut hat binnen eines Tages 10.810 Corona-Infektionen registriert, die Sieben-Tage-Inzidenz liegt bei 140,9. Intensivmediziner erwarten noch für April einen neuen Höchststand an Patienten.

Die Gesundheitsämter in Deutschland haben dem Robert Koch-Institut (RKI) binnen eines Tages 10.810 Corona-Neuinfektionen gemeldet. Zudem wurden innerhalb von 24 Stunden 294 neue Todesfälle verzeichnet. Das geht aus Zahlen des RKI von Dienstagmorgen hervor.

Vergleichbarkeit fraglich

Vor einer Woche hatte das RKI binnen eines Tages 6885 Neuinfektionen und 90 neue Todesfälle verzeichnet. Zudem könnten die Zahlen der Vorwoche wegen der Schulferien noch nicht vergleichbar mit früheren Werten sein. RKI-Präsident Lothar Wieler rechnet ab Mitte dieser Woche wieder mit verlässlicheren Daten zur Pandemie.

Die Zahl der binnen sieben Tagen gemeldeten Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner lag laut RKI bundesweit bei 140,9. Die Daten geben den Stand des RKI-Dashboards von 05.05 Uhr wieder, nachträgliche Änderungen oder Ergänzungen des RKI sind möglich. Am Vortag gab das RKI diese Sieben-Tage-Inzidenz mit 136,4 an, vor einer Woche lag sie bei 123.

R-Wert aktuell nur bedingt aussagekräftig

Der bundesweite Sieben-Tage-R-Wert lag laut RKI-Lagebericht vom Montag bei 1,09 (Vortag: 1,08). Das bedeutet, dass 100 Infizierte rechnerisch 109 weitere Menschen anstecken.

Der R-Wert sei weiter gestiegen, schreibt das RKI. Die in den Tagen nach Ostern beobachtete Absenkung des Werts könnte an der vorübergehend geringeren Testzahl gelegen haben. Auch der R-Wert kann laut RKI erst in einigen Tagen wieder aussagekräftig bewertet werden.

Intensivmediziner warnen eindringlich

Die Intensivmediziner-Vereinigung DIVI warnte, dass der bisherige Höchststand an Intensivpatienten bereits im April erreicht werde. "Wir müssen davon ausgehen, dass wir deutschlandweit jetzt jeden Tag zwischen 50 und 100 neue Covid-Intensivpatienten aufnehmen müssen", sagte der Präsident der Divi, Gernot Marx, der "Augsburger Allgemeinen". Das hieße 6000 und mehr. Erst vor wenigen Tagen waren für Ende April noch 5000 Intensivpatienten prognostiziert worden.

Marx forderte Bundesregierung, Bundestag und Bundesländer auf, die geplanten bundeseinheitlichen Regelungen noch diese Woche zu verabschieden. Wenn das Gesetz erst Ende April beschlossen werde, werde die Patientenzahl auf 7000 steigen. "Wir reden über sehr viele schwere Erkrankungen und über viele Menschen, die das nicht überleben werden", warnte er.

Über dieses Thema berichtete Deutschlandfunk am 13. April 2021 um 08:00 Uhr in den Nachrichten.

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