Jens Spahn | Bildquelle: FILIP SINGER/EPA-EFE/Shutterstoc

Corona-Impfungen Spahn blickt mit Hoffnung auf Januar

Stand: 01.12.2020 09:23 Uhr

Gesundheitsminister Spahn ist bei den Corona-Impfungen zuversichtlich: Bereits im Januar sollten erste Gruppen geimpft sein. Doch Experten warnen vor Sorglosigkeit - erneut wurden 13.000 Neuinfektionen gemeldet.

Mehrere Corona-Impfstoffe sind auf dem Weg der Zulassung, das sorgt für Zuversicht in der Corona-Pandemie. Bundesgesundheitsminister Jens Spahn erklärte im Deutschlandfunk, im Januar sollten "die ersten Risikogruppen und Pflegebeschäftigen geimpft" sein.

"Impfungen ab Frühsommer auch in Arztpraxen möglich"

Die Impfzentren in den Bundesländern sollen ab Mitte Dezember einsatzbereit sein. Während man zu Beginn - auch aufgrund logistischer Anforderungen der Impfstoffe - nur in Impfzentren und mobilen Teams impfen könne, solle dies ab dem Frühsommer auch in Arztpraxen möglich sein, kündigte Spahn an. "Wenn es einmal da drin ist im normalen System, schaffen wir auch große Zahlen", so der Gesundheitsminister.

Er hielt fest, dass Alte und Vorerkrankte zu den zuerst zu Impfenden zählen. So hatten es auch der Ethikrat, die Nationale Wissenschaftsakademie Leopoldina und die Ständige Impfkommission empfohlen.

Moderna reicht Antrag für EU-Zulassung ein

Im Wettlauf um einen Corona-Impfstoff hat der US-Pharmakonzern Moderna wie angekündigt als erstes Unternehmen die Zulassung in der EU beantragt. Der Antrag auf eine bedingte Zulassung sei am Montag bei der Europäischen Arzneimittel-Agentur Ema eingereicht worden, sagte eine Moderna-Sprecherin der Nachrichtenagentur dpa.

Parallel dazu wurde auch eine Notfall-Zulassung bei der US-amerikanischen Arzneimittelbehörde FDA beantragt. Die entsprechenden Daten seien der FDA übermittelt worden, teilte Moderna mit. Die Partner Biontech und Pfizer hatten ihren US-Antrag bereits am 20. November eingereicht und rechnen mit grünem Licht bis Mitte Dezember.

"Impfungen sind das Einzige, mit denen wir Infektionsprobleme lösen können", Thomas Mertens, Vorsitzender Ständige Impfkommission
tagesthemen 22:15 Uhr, 30.11.2020

Download der Videodatei

Wir bieten dieses Video in folgenden Formaten zum Download an:

Hinweis: Falls die Videodatei beim Klicken nicht automatisch gespeichert wird, können Sie mit der rechten Maustaste klicken und "Ziel speichern unter ..." auswählen.

Video einbetten

Nutzungsbedingungen Embedding Tagesschau: Durch Anklicken des Punktes „Einverstanden“ erkennt der Nutzer die vorliegenden AGB an. Damit wird dem Nutzer die Möglichkeit eingeräumt, unentgeltlich und nicht-exklusiv die Nutzung des tagesschau.de Video Players zum Embedding im eigenen Angebot. Der Nutzer erkennt ausdrücklich die freie redaktionelle Verantwortung für die bereitgestellten Inhalte der Tagesschau an und wird diese daher unverändert und in voller Länge nur im Rahmen der beantragten Nutzung verwenden. Der Nutzer darf insbesondere das Logo des NDR und der Tageschau im NDR Video Player nicht verändern. Darüber hinaus bedarf die Nutzung von Logos, Marken oder sonstigen Zeichen des NDR der vorherigen Zustimmung durch den NDR.
Der Nutzer garantiert, dass das überlassene Angebot werbefrei abgespielt bzw. dargestellt wird. Sofern der Nutzer Werbung im Umfeld des Videoplayers im eigenen Online-Auftritt präsentiert, ist diese so zu gestalten, dass zwischen dem NDR Video Player und den Werbeaussagen inhaltlich weder unmittelbar noch mittelbar ein Bezug hergestellt werden kann. Insbesondere ist es nicht gestattet, das überlassene Programmangebot durch Werbung zu unterbrechen oder sonstige online-typische Werbeformen zu verwenden, etwa durch Pre-Roll- oder Post-Roll-Darstellungen, Splitscreen oder Overlay. Der Video Player wird durch den Nutzer unverschlüsselt verfügbar gemacht. Der Nutzer wird von Dritten kein Entgelt für die Nutzung des NDR Video Players erheben. Vom Nutzer eingesetzte Digital Rights Managementsysteme dürfen nicht angewendet werden. Der Nutzer ist für die Einbindung der Inhalte der Tagesschau in seinem Online-Auftritt selbst verantwortlich.
Der Nutzer wird die eventuell notwendigen Rechte von den Verwertungsgesellschaften direkt lizenzieren und stellt den NDR von einer eventuellen Inanspruchnahme durch die Verwertungsgesellschaften bezüglich der Zugänglichmachung im Rahmen des Online-Auftritts frei oder wird dem NDR eventuell entstehende Kosten erstatten
Das Recht zur Widerrufung dieser Nutzungserlaubnis liegt insbesondere dann vor, wenn der Nutzer gegen die Vorgaben dieser AGB verstößt. Unabhängig davon endet die Nutzungsbefugnis für ein Video, wenn es der NDR aus rechtlichen (insbesondere urheber-, medien- oder presserechtlichen) Gründen nicht weiter zur Verbreitung bringen kann. In diesen Fällen wird der NDR das Angebot ohne Vorankündigung offline stellen. Dem Nutzer ist die Nutzung des entsprechenden Angebotes ab diesem Zeitpunkt untersagt. Der NDR kann die vorliegenden AGB nach Vorankündigung jederzeit ändern. Sie werden Bestandteil der Nutzungsbefugnis, wenn der Nutzer den geänderten AGB zustimmt.

Einverstanden

Zum einbetten einfach den HTML-Code kopieren und auf ihrer Seite einfügen.

STIKO-Chef optimistisch

"Impfungen sind das einzige, mit dem wir Infektionsprobleme lösen können", sagte der Vorsitzende der Ständigen Impfkommission (STIKO), Thomas Mertens, in den tagesthemen. "Was wir derzeit über die Wirksamkeit dieser Impfstoffe wissen, ist, dass sie vor Erkrankung schützen", so der STIKO-Chef. Über das Risiko der Infektion und der Weitergabe des Coronavirus wisse man aber noch zu wenig. Deshalb werde es noch dauern, bis alle anderen Maßnahmen zurückgefahren werden könnten. Die Vakzine seien zwar in hohem Tempo entwickelt worden, die dabei genutzten Verfahren und das Wissen um die mRNA in Zellen seien jedoch viel älter und belastbar.

RKI: Mehr als 13.000 Neuinfektionen

Trotz Teil-Lockdown liegen die Corona-Zahlen in Deutschland weiter auf einem hohen Niveau: Das Robert Koch-Institut (RKI) meldet einen Anstieg der Positiv-Tests um 13.604. Die Zahl gestorbenen Menschen, die positiv getestet wurden, erhöht sich um 388 auf 16.636. Spahn hatte appelliert, die Neuinfektionen in den Griff zu bekommen: Er wolle eigentlich schon sehen, "dass wir vor Weihnachten niedrigere Zahlen haben", sagte er. Das gelte für die Infektionszahlen genauso wie auf den Intensivstationen.

Ähnlich sehen das auch Intensivmediziner. Pro Krankenhaus sind laut Arbeitskreis Intensivmedizin der Deutschen Gesellschaft für Anästhesiologie und Intensivmedizin (DGAI) im Schnitt deutschlandweit nur noch drei Intensivbetten frei. "Wir sind in einer absoluten Ausnahmesituation, die wir in der Geschichte der Intensivmedizin so noch nie erlebt haben", sagte DGAI-Sprecher Gernot Marx.

Bundeskanzlerin Angela Merkel warnte, dass es eine dritte Welle geben könnte. "Wir werden im Winter noch sehr, sehr vorsichtig sein müssen", sagte die CDU-Politikerin.

Über dieses Thema berichtete die tagesschau am 01. Dezember 2020 um 09:00 Uhr.

Darstellung: