Produktion des Covid-19-Impfstoffes bei Pfizer in Belgien

Corona-Impfstoff Pfizer kürzt Lieferungen für Europa

Stand: 15.01.2021 15:23 Uhr

Der Impfstoff von Pfizer und BioNTech ist einer der Hoffnungsträger in der Corona-Pandemie und weltweit gefragt. Um die Produktion zu erhöhen, will Pfizer nun seine Anlagen ausbauen - mit Auswirkungen auch auf die Lieferungen.

Der US-Pharmakonzern Pfizer wird vorübergehend die Liefermenge seines gemeinsam mit dem Mainzer Unternehmen BioNTech entwickelten Corona-Impfstoffs an Europa senken. Die Kürzung werde alle europäischen Länder betreffen, teilte das staatliche Gesundheitsinstitut in Oslo mit.

Hintergrund ist, dass Pfizer seine Anlagen ausbauen will, um die Impfstoffproduktion zu erhöhen - von derzeit 1,3 Milliarden auf zwei Milliarden Dosen jährlich. Dies werde vorübergehende Auswirkungen auf die Lieferungen Ende Januar bis Anfang Februar haben, so der US-Konzern. Im Werk im belgischen Puurs könne es bei Aufträgen und Lieferungen zu Schwankungen kommen. Ende Februar und März stünde dann mehr Impfstoff zur Verfügung.

Fast 18 Prozent weniger Dosen für Norwegen

Angaben über die Liefermengen für ganz Europa wurden nicht gemacht, nur für Norwegen: Demnach werden für das skandinavische Land in der kommenden Woche nur noch 36.075 Impfstoffdosen erwartet, zuvor waren es 43.875. Dies entspricht einem Minus von fast 18 Prozent.

Der Impfstoff des Hersteller-Duos BioNTech und Pfizer war als erstes Vakzin gegen das Coronavirus in der Europäischen Union zugelassen worden. Er wird bereits weitflächig eingesetzt.

Als zweiter Impfstoff erhielt inzwischen auch das Mittel des US-Herstellers Moderna eine europaweite Zulassung, der Corona-Impfstoff des britisch-schwedischen Herstellers AstraZeneca wird derzeit von der Europäischen Arzneimittelbehörde geprüft.

Über dieses Thema berichtete NDR Info am 15. Januar 2021 um 15:43 Uhr.

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