Frankreich Atomaufsicht billigt Laufzeitverlängerung

Stand: 25.02.2021 10:30 Uhr

Während in Deutschland die Atomkraftwerke stillgelegt werden, bleibt die Nuklearenergie in Frankreich wichtig: Das Land bezieht rund 70 Prozent seines Stroms aus Atomkraft - und hat nun einer Laufzeitverlängerung zugestimmt.

Die Laufzeit der ältesten französischen Atomreaktoren kann von 40 auf 50 Jahre verlängert werden - allerdings unter Auflagen. Das geht aus einer Stellungnahme der französischen Atomaufsicht Autorité de sûreté nucléaire (ASN) hervor, die in Paris veröffentlicht wurde. Die Regierung hatte den Weg für die Laufzeitverlängerung bereits im April 2020 freigemacht. Das Nachbarland Deutschlands bezieht rund 70 Prozent seines Stroms aus der Atomkraft, das ist der höchste Anteil weltweit.

Zur Bedingung für die Verlängerung machte die Behörde eine Reihe von Reparaturen, um Nuklearunfälle bei den 32 ältesten Reaktoren zu verhindern. Von diesen Alt-Reaktoren haben nach Angaben der Umweltschutzorganisation Greenpeace bereits 13 das Höchstalter von 40 Jahren überschritten, das die mehrheitlich staatliche Betreibergesellschaft Electricité de France (EDF) ursprünglich vorgesehen hatte.

Frankreichs ältestes Atomkraftwerk ist abgeschaltet

Die Verlängerung betrifft unter anderen das Atomkraftwerk Bugey östlich von Lyon, das seit Ende der 1970er-Jahre in Betrieb ist, aber auch die Reaktoren in Dampierre südlich von Paris und Tricastin nördlich von Avignon, die seit Anfang der 1980er-Jahre Strom produzieren.

Frankreich hatte sein ältestes Atomkraftwerk in Fessenheim am Oberrhein unweit von Freiburg im Breisgau im Juni des vergangenen Jahres endgültig abgeschaltet. Deutschland und die Schweiz hatten wegen zahlreicher Pannen jahrelang darauf gedrungen.

Französische Atom-Aufsicht genehmigt Laufzeit-Verlängerung von Alt-Reaktoren
Kathrin Hondl, ARD Paris
25.02.2021 16:58 Uhr

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Über dieses Thema berichtete Deutschlandfunk am 25. Februar 2021 um 10:00 Uhr in den Nachrichten.

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