Unfalltod von Milliardär Dassault Ermittlungen wegen fahrlässiger Tötung

Stand: 08.03.2021 16:34 Uhr

Die französischen Behörden haben Untersuchungen zum Tod des französischen Industriellen Dassault wegen fahrlässiger Tötung eingeleitet. Dassault starb am Sonntag bei einem Hubschrauberabsturz. Die Unfallursache ist noch unklar.

Nach dem Unfalltod des französischen Milliardärs und Politikers Olivier Dassault haben die Behörden Untersuchungen eingeleitet. Wie die Luftsicherheitsbehörde BEA mitteilte, verunglückte der Hubschrauber des Herstellers Airbus am Sonntag in Touques bei sonnigem Wetter und schwachem Wind in der Normandie kurz nach dem Start von einem Privatgelände.

Die Staatsanwaltschaft in Lisieux bestätigte den Tod des Hubschrauberpiloten und des 69 Jahre alten Industriellen. Die Justiz ermittle nun wegen fahrlässiger Tötung. Die technischen Untersuchungen an dem Wrack sollen demnach heute beginnen.

Macron: "Ein enormer Verlust"

Der Tod des konservativen Politikers Olivier Dassault löste parteiübergreifend Bestürzung aus. Frankreichs Präsident Emmanuel Macron würdigte ihn auf Twitter als Mann mit vielen Talenten und erklärte: "Sein brutaler Tod ist ein enormer Verlust." Premierminister Jean Castex würdigte Dassault unter anderem als "humanistischen Abgeordneten" und "visionären Unternehmer".

Dassault war Enkel des Flugzeugkonstrukteurs und Konzerngründers Marcel Dassault. Die Dassault Aviation Gruppe ist seit 70 Jahren ein führender französischer Flugzeughersteller und steht hinter dem Privatjet Falcon, dem Kampfflugzeug Mirage und zuletzt dem hochmodernen Kampfflugzeug Rafale. Das Vermögen der Familie Dassault wird auf mehr als 20 Milliarden Euro geschätzt. Dassault hinterlässt drei Kinder.

Über dieses Thema berichtete Deutschlandfunk am 07. März 2021 um 21:00 Uhr in den Nachrichten.

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