Monteure arbeiten an Naben für Windkraftanlagen. | Bildquelle: dpa

Wirtschaft in Deutschland Exporte und Produktion steigen rasant

Stand: 09.01.2018 09:49 Uhr

Die deutsche Wirtschaft brummt auch in den Wintermonaten: Im November stiegen die Exporte um satte 4,1 Prozent auf 116,5 Milliarden Euro. Auch die Produktion legte zu: Deutsche Unternehmen stellten 3,4 Prozent mehr her als noch im Oktober.

Die deutsche Wirtschaft hat Produktion und Exporte im November so kräftig gesteigert wie seit Jahren nicht mehr. Die Unternehmen stellten 3,4 Prozent mehr her als im Vormonat, wie das Bundeswirtschaftsministerium mitteilte. Das ist der kräftigste Anstieg seit mehr als acht Jahren. Das Plus fiel fast doppelt so stark aus wie von Ökonomen erwartet. Besonders die Hersteller von Investitionsgütern wie Maschinen, Anlagen und Fahrzeuge profitieren davon und fuhren ihre Produktion überdurchschnittlich kräftig hoch.

Waren im Wert von 116,5 Milliarden exportiert

Die Exporte zogen sogar um 4,1 Prozent zum Vormonat an und damit mehr als dreimal so stark wie erwartet. "Das ist der kräftigste Zuwachs seit fast drei Jahren", betonte das Statistische Bundesamt. Insgesamt verkauften die Unternehmen Waren im Wert von 116,5 Milliarden Euro ins Ausland. Besonders kräftig legten die Ausfuhren in die Euro-Zone zu, die um 9,1 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat stiegen. Die Exporte in die EU wuchsen um acht Prozent, die in den Rest der Welt um 8,4 Prozent.

Mitarbeiter einer Logisticfirma am Autoterminal von Bremerhaven | Bildquelle: dpa
galerie

Vor allem Industriegüter sorgten für den Zuwachs bei den Exporten.

Die Importe stiegen gegenüber dem Vorjahresmonat um 8,3 Prozent auf 92,8 Milliarden Euro. Die Außenhandelsbilanz schloss damit im November mit einem Überschuss von 23,7 Milliarden Euro ab. Im November 2016 hatte der Außenhandelsüberschuss, für den Deutschland international in der Vergangenheit wiederholt kritisiert worden war, 22,0 Milliarden Euro betragen.

Starkes Wachstum erwartet

"Die gute Entwicklung der Auftragseingänge sowie die optimistischen Geschäftserwartungen deuten für die kommenden Monate auf eine lebhafte Entwicklung der Industriekonjunktur hin", erklärte das Ministerium. Volkswirte sind ähnlich zuversichtlich. "Aufgrund des hohen Auftragsbestandes wird die Produktion weiter unter Dampf bleiben", sagte der Chefvolkswirt des Bankhauses Lampe, Alexander Krüger. 2017 dürfte Europas größte Volkswirtschaft um etwa 2,4 Prozent gewachsen sein und damit so kräftig wie seit Jahren nicht mehr. Dazu veröffentlicht das Statistikamt am Donnerstag seine erste Schätzung.

Über dieses Thema berichtete Inforadio am 09. Januar 2018 um 11:38 Uhr.

Darstellung: