Donald Trump | Bildquelle: REUTERS

Harte Worte gegen Einwanderer Trump bestreitet Formulierung "Drecksloch-Länder"

Stand: 12.01.2018 21:05 Uhr

Der US-Präsident will es nicht so gemeint haben: Bei einem Treffen mit Senatoren wetterte er gegen Einwanderer aus Afrika und Haiti. Die Bezeichnung "Drecksloch-Länder" für bestimmte Herkunftsstaaten, die weltweites Entsetzen ausgelöst hatte, habe er aber nicht ausgesprochen.

US-Präsident Donald Trump wettert wieder einmal gegen Einwanderer - doch solche Verunglimpfungen für einige Herkunftsstaaten, wie sie nach einem Treffen mit Senatoren die Runde machten, will er nicht verwendet haben. "Die Sprache, die ich bei dem Daca-Treffen benutzt habe, war hart, aber das war nicht die Sprache, die benutzt wurde", schrieb er auf Twitter.

Zuvor hatte unter anderem die "Washington Post" berichtet, Trump habe bei der Besprechung zum Einwanderungsprogramm Daca rhetorisch gefragt, warum so viele Menschen aus "Drecksloch-Ländern" wie Haiti oder afrikanischen Staaten in die USA kämen. "Warum brauchen wir mehr Haitianer?" sagte Trump demnach auch. Und fügte hinzu: "Werft sie 'raus."

Das Daca-Programm soll 700.000 Kinder illegaler Einwanderer, die in den USA "Dreamers" (Träumer) genannt werden, unter besonderen Schutz stellen - Anfang September hatte Trump angekündigt, diese Initiative zu beenden und den Status der "Dreamers" neu regeln zu wollen.

Trump unter Rassismusverdacht
tagesschau 17:00 Uhr, 12.01.2018, Stefan Niemann, ARD Washington

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Trump: Habe nie abschätzig über Haitianer geredet

Trumps vulgäre Wortwahl hatte weltweites Entsetzen ausgelöst. Die Vereinten Nationen hatten sie als "rassistisch" und "schockierend" bezeichnet. Auch aus mehreren Ländern Afrikas erntete Trump scharfe Kritik. In den USA nahmen sowohl Demokraten als auch einige Republikaner Anstoß an der Bezeichnung, darunter die republikanische Kongressabgeordnete Mia Love, deren Familie aus Haiti stammt. Die Regierung von Haiti erklärte, die beleidigenden Aussagen entsprächen nicht der "Weisheit, Zurückhaltung und Urteilsfähigkeit", deren sich jede politische Autorität befleißigen solle. Berichten zufolge hat der haitianische Präsident Jovenel Moïse den US-Botschafter im Land für eine Erklärung einbestellt.

Trump twitterte, er habe niemals etwas Abschätziges über Haitianer gesagt, "außer dass Haiti offensichtlich ein sehr armes und problembeladenes Land" sei. "Ich habe nie gesagt 'werft sie 'raus'", schrieb er wohl mit Blick auf Einwanderer aus dem Inselstaat. "Ich habe ein großartiges Verhältnis zu den Haitianern."

Weißes Haus verzichtet auf Dementi

Das Weiße Haus dementierte Trumps Wortwahl zunächst nicht. Ein Präsidentensprecher erklärte, während einige Politiker in Washington sich für fremde Länder einsetzten, werde "Trump immer für das amerikanische Volk kämpfen".

Der demokratische Senator Dick Durbin sagte Reportern des Fernsehsenders MSNBC in Chicago, Trump habe "diese gemeinen und vulgären Kommentare" sehr wohl geäußert, auch die Bezeichnung "Dreckslöcher" sei bei dem Treffen mehrfach gefallen.

Drecksloch-Länder - Trump-Äußerungen sorgen für Empörung
Martin Ganslmeier, ARD Washington
12.01.2018 12:52 Uhr

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Über dieses Thema berichtete Deutschlandfunk24 am 12. Januar 2018 um 15:00 Uhr.

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